E-Fuels: Joker der Energiewende im Verkehr

3. September 2017

UNITI fordert Verzicht auf Technologie- und Energieträgerverbote

BERLIN. - Der Verbrennungsmotor entwickelt sich zum Wahlkampfthema. Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer erklärte am 26. August gegenüber der Funke Mediengruppe das Festhalten am Verbrennungsmotor zur Voraussetzung für eine Regierungsbeteiligung der CSU. Cem Özdemir, Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, machte seinerseits das Ende des fossilen Verbrennungsmotors zur Koalitionsvoraussetzung.

Der UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen lehnt Technologieverbote ab. Durch den Einsatz von sogenannten „E-Fuels“ aus erneuerbarem Strom kann Deutschland seine Klimaschutzziele im Verkehr erreichen, ohne eine Schlüsselindustrie Deutschlands durch politische Verbote zu gefährden.

RA Elmar Kühn, Hauptgeschäftsführer der UNITI: „E-Fuels sind einfach speicher- und transportierbar. Sie können über das deutschlandweit flächendeckend vorhandene Tankstellennetz vertrieben, den derzeitigen fossilen Kraftstoffen beigemischt und in herkömmlichen Motoren eingesetzt werden. Mittelfristig werden E-Fuels preislich wettbewerbsfähig sein. Ein Verbot des Otto- oder Dieselmotors versperrt den Weg zu diesen hochmodernen Kraftstoffen und ist sowohl aus Klimaschutz- als auch wirtschaftspolitischen Gründen abzulehnen.

Vorteile der E-Fuels u.a.